07422 240600 schinle@schinle.de

Heizsysteme im Vergleich.

Auf einen Blick.

Wärmepumpe, Pellets, Scheitholz, Gas oder Strom? Hybrid?

Wer heute eine neue Heizung plant, hat mehr Möglichkeiten als je zuvor. Gleichzeitig unterscheiden sich die Systeme deutlich bei Anschaffung, Betrieb, Platzbedarf, Komfort und Zukunftsfähigkeit.

Die eine perfekte Heizung für jedes Gebäude gibt es nicht.

Entscheidend ist, welches System zu Ihrem Haus, Ihrem Energiebedarf, Ihrer vorhandenen Technik und Ihren persönlichen Anforderungen passt.

Schinle hilft Ihnen dabei, die Möglichkeiten zu vergleichen und eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Nicht irgendeine Heizung. Die richtige für Ihr Zuhause.

Die Technik entscheidet nicht allein. Das Gebäude entscheidet mit.

Heizsysteme auf einen Blick

Schinle ist Ihr Ansprechpartner für moderne Heizsysteme in Schramberg und der Region.

Wir schauen uns Ihr Gebäude an, erklären die technischen Unterschiede verständlich und zeigen Ihnen, welche Lösungen sinnvoll umsetzbar sind.

Egal ob Wärmepumpe, Biomasse oder eine andere Heizlösung:

Das System muss zu Ihrem Haus passen.

Wärmepumpe

Umweltenergie zum Heizen nutzen

Wärmepumpen entziehen der Umgebung Wärme und bringen diese mithilfe von Strom auf ein nutzbares Temperaturniveau.

Als Wärmequelle kommen unter anderem infrage:

  • Außenluft
  • Erdreich
  • Grundwasser

Dadurch entsteht aus einer Kilowattstunde Strom ein Mehrfaches an nutzbarer Wärme.

Wärmepumpen unterscheiden sich je nach Wärmequelle deutlich bei Effizienz, Investition und baulichem Aufwand. Luft-Wärmepumpen sind meist einfacher zu installieren, während Erd- und Grundwasserlösungen höhere Erschließungskosten und gegebenenfalls Genehmigungen erfordern können.

Vorteile der Wärmepumpe
  • nutzt einen großen Anteil Umweltenergie
  • kein Brennstofflager notwendig
  • keine direkte Verbrennung im Gebäude
  • gut mit Photovoltaik kombinierbar
  • niedrige Systemtemperaturen ermöglichen hohe Effizienz
  • kann je nach System auch kühlen
  • besonders interessant für Neubau und energetisch modernisierte Gebäude
  • auch in vielen Bestandsgebäuden möglich

Pelletheizung

Automatisch mit Holz heizen

Pelletheizungen verbrennen kleine Presslinge aus Holz.

Der Brennstoff wird automatisch aus einem Lager zum Heizkessel transportiert. Dadurch ähnelt der Bedienkomfort deutlich stärker einer klassischen Zentralheizung als einer manuellen Holzfeuerung.

Pelletkessel arbeiten im Vergleich zu anderen Festbrennstoffsystemen relativ gleichmäßig und können die Brennstoffzufuhr automatisch an den Wärmebedarf anpassen.

Vorteile der Pelletheizung
  • automatischer Betrieb
  • gut für klassische Heizkörper geeignet
  • hohe Vorlauftemperaturen möglich
  • kann bestehende Öl- oder Gasheizungen ersetzen
  • nachwachsender Brennstoff
  • interessante Lösung bei hohem Wärmebedarf
  • gut mit Pufferspeicher kombinierbar

Scheitholz-Heizung

Heizen mit Stückholz

Scheitholzkessel werden mit klassischem Brennholz betrieben.

Im Gegensatz zur Pelletheizung erfolgt die Brennstoffzufuhr in der Regel manuell.

Moderne Holzvergaserkessel können hohe Wirkungsgrade erreichen und werden üblicherweise mit einem ausreichend großen Pufferspeicher kombiniert.

Vorteile der Scheitholzheizung
  • regional verfügbarer Brennstoff möglich
  • interessant bei eigenem Holzbestand
  • hohe Heizleistung
  • gut für Bestandsgebäude geeignet
  • kann klassische Heizkörper problemlos versorgen
  • vergleichsweise unabhängige Brennstoffbeschaffung möglich

    Gasheizung

    Bewährte Technik mit neuen Rahmenbedingungen

    Gasheizungen sind kompakt, leistungsfähig und technisch seit vielen Jahren etabliert.

    Sie benötigen keinen großen Brennstofflagerraum und können hohe Vorlauftemperaturen liefern. Das macht sie grundsätzlich auch für ältere Gebäude mit klassischen Heizkörpern geeignet.

    Vorteile der Gasheizung
      • kompakte Technik
      • vergleichsweise geringer Platzbedarf
      • bewährtes System
      • hohe Vorlauftemperaturen möglich
      • gut für bestehende Heizkörper
      • relativ schnelle Wärmebereitstellung
      • Kombination mit anderen Heiztechniken möglich
    Was muss heute beachtet werden?

    Seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz dürfen Gasheizungen weiterhin eingebaut werden. Für Anlagen, die nach dem 29. Juli 2026 neu in Bestandsgebäude eingebaut werden, gelten jedoch stufenweise Anforderungen an klimaneutrale Brennstoffanteile: ab 2029 mindestens 10 %, ab 2030 15 %, ab 2035 30 % und ab 2040 60 %. Bis 2045 soll die Wärmeversorgung vollständig klimaneutral erfolgen.

    Darüber hinaus spielen zukünftige Brennstoffpreise und CO₂-Kosten eine wichtige Rolle.

    Heizen mit Strom

    Strom direkt in Wärme umwandeln.

    Bei einer Stromdirektheizung wird elektrische Energie unmittelbar in Wärme umgewandelt.

    Dazu gehören beispielsweise:

    • elektrische Heizkörper
    • Infrarotheizungen
    • elektrische Fußbodenheizungen
    • Heizlüfter
    • Nachtspeicherheizungen

    Die Technik ist vergleichsweise einfach und benötigt weder Brennstofflager noch komplexe Rohrleitungen.

    Vorteile der Stromdirektheizung
    • geringe technische Komplexität
    • einfache Installation
    • kein Heizraum notwendig
    • keine Brennstofflagerung
    • geringe Wartung
    • einzelne Räume können gezielt beheizt werden
    • interessant für selten genutzte Räume oder sehr kleine Wärmebedarfe

      Heizungen im Vergleich

      Häufige Fragen zu den Heizsystemen

      Welches Heizsystem braucht wie viel Platz?

      Auch die räumlichen Voraussetzungen spielen bei der Auswahl eine Rolle.

      Wärmepumpe
      Kein Brennstofflager, dafür Platz für Innen- und gegebenenfalls Außeneinheit.

      Pelletheizung
      Heizkessel, Pufferspeicher und Pelletlager erforderlich.

      Scheitholzheizung
      Kessel, großer Pufferspeicher und umfangreiche Holzlagerung.

      Gasheizung
      Sehr kompakt, kein Brennstofflager erforderlich.

      Stromdirektheizung
      Kaum zentrale Technik notwendig.

      Welches Heizsystem bietet den höchsten Komfort?

      Auch hier gibt es deutliche Unterschiede.

      Sehr hoher Automatisierungsgrad:
      Wärmepumpe, Gas, Öl, Stromdirektheizung

      Hoher Komfort mit Brennstofflieferung:
      Pelletheizung

      Mehr Eigenleistung erforderlich:
      Scheitholzheizung

      Wer möglichst wenig Aufwand möchte, sollte diesen Faktor genauso berücksichtigen wie Anschaffungs- und Energiekosten.

      Welche Heizung ist besonders für den Altbau geeignet?

      Altbauten haben häufig:

      • höhere Heizlasten
      • klassische Heizkörper
      • höhere Vorlauftemperaturen
      • unterschiedliche Sanierungsstände

      Pellet-, Scheitholz-, Gas- und Ölheizungen können hohe Vorlauftemperaturen problemlos bereitstellen.

      Aber auch eine Wärmepumpe kann funktionieren, wenn Gebäude und Heizflächen geeignet sind oder gezielt optimiert werden.

      Deshalb sollte nicht nach dem Motto entschieden werden:

      „Altbau = keine Wärmepumpe.“

      Sondern:

      „Was braucht dieses Gebäude tatsächlich?“


      Welches Heizsystem passt zum Neubau?

      Moderne Neubauten haben einen vergleichsweise niedrigen Wärmebedarf.

      Dadurch können Heizsysteme mit niedrigen Vorlauftemperaturen besonders effizient arbeiten.

      Wärmepumpen in Kombination mit Fußbodenheizungen sind deshalb häufig eine naheliegende Lösung.

      Auch Solarenergie und eigene Stromerzeugung können von Anfang an in das Energiekonzept integriert werden.

      Stromdirektheizungen können technisch ebenfalls möglich sein, sollten aber hinsichtlich Betriebskosten sorgfältig geprüft werden.

      Photovoltaik verändert den Vergleich.

      Wer bereits eine Photovoltaikanlage besitzt oder eine plant, sollte dies bei der Auswahl des Heizsystems berücksichtigen.

      Besonders Wärmepumpen lassen sich sinnvoll mit eigener Stromerzeugung kombinieren.

      Dabei gilt allerdings:

      Im Winter, wenn der Wärmebedarf am höchsten ist, produziert eine PV-Anlage deutlich weniger Strom als im Sommer.

      Eine vollständige Eigenversorgung ist daher im normalen Wohngebäude meist nicht realistisch.

      Trotzdem kann der Eigenverbrauch von Solarstrom die Betriebskosten einer Wärmepumpe reduzieren.

      Heizung und Stromerzeugung gemeinsam denken.